Nachrichten aus der Kanzlei - Hand beim schreiben

„Kleiner Schadensersatz“ aus Prospekthaftung

von Wolfgang Sietzy

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Der BGH hat in seinem Urteil vom 06.02.2018 (Az.: II ZR 17/17) noch einmal klargestellt, dass ein Anleger, der durch unrichtige Prospekte unvollständig über Risken aus einer Beteiligung informiert wurde, die Möglichkeit hat, nach seiner Wahl entweder die Anteile zurückzugeben und seinen Investitionsbetrag zurückzuerhalten oder aber an der Beteiligung festhalten kann und als Schadensersatz den Betrag verlangen darf, um den er die Beteiligung wegen der falschen Prospektangaben zu teuer erworben hat (sog. „kleiner Schadensersatz“). Abgesehen von der Frage, wie genau sich dieser Differenzbetrag berechnen lässt, gibt der BGH damit grundsätzlich dem Anleger die Möglichkeit, an einer Beteiligung festzuhalten, die er dem Grunde nach fortführen möchte, für die er aber einen Ausgleich für einen zu hohen Anschaffungspreis wünscht.   

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