Ausfall einer privaten Darlehensforderung als (negative) Einkünfte aus Kapitalvermögen

von Wolfgang Sietzy

Ausfall einer privaten Darlehensforderung als (negative) Einkünfte aus Kapitalvermögen

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Steuerzahlerfreundlich zeigt sich der Bundesfinanzhof. In dem Urteil vom 24.10.2017 (Az.: VIII R 13/15) hat der BFH in Abweichung zu der früheren Rechtsprechung festgehalten, dass seit der Einführung der Abgeltungssteuer zum 01.01.2009 nicht nur Zinsen, sondern auch Wertveränderungen der privaten Kapitalanlagen steuerrelevant sind. Wenn einerseits Wertsteigerungen bei den Kapitalanlagen zu versteuern sind, so müssen gleichzeitig auch Wertverluste zu berücksichtigen sein. Dies gilt dann genauso auch für den Ausfall einer Forderung. Der Forderungsverlust ist zu dem Zeitpunkt geltend zu machen, an dem endgültig feststeht, dass keine Zahlungen mehr erfolgen werden. Dies kann, muss aber nicht, bereits der Zeitpunkt eines Insolvenzantrages sein.

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